Weeeeeeee…back bloging! Mein letzter Blog ist schon eine Ewigkeit her und das schlechte Gewissen hat mich auch richtig geplagt!  Keine Ahnung wie oft ich schon gefragt wurde, wann der nächste Blog kommt, aber letzte Woche hat einer das Fass zum überlaufen gebracht und er hat ja Recht. Hier ist er, der Blog über die Fahrt von Kanada nach Las Vegas, den Flug zurück in den Winter und die Heimreise….naja, über die werde ich wohl nicht viel schreiben, denn die war nicht sehr spektakulär.

Den letzten privaten Blog habe ich genau am Abend vor der grossen Reise mit meinem Bruder Remo geschrieben, also ist der nächste Morgen der perfekte Einstieg! Viel zu früh würde ich geweckt, um zu packen, Sandwiches zu machen und mich von Hund und Hof zu verabschieden. Mit Kanadischer Pünktlichkeit, also zwei Stunden später als geplant, sind wir dann um 12.00 Uhr in Vernon losgefahren. Ziel ist das gemäss Google 2037 km oder 21 Stunden entfernte Las Vegas! Die Trovatos’s (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Detektivserie) planen natürlich die hardcore Variante mit durchfahren. Wenn wir nicht durch Tankstopps zum anhalten gezwungen worden wären, hätten wir wohl auch in Petflaschen gepinkelt, einfach weil durchfahren halt durchfahren ist! Der Plan mit: „Wenn ich fahre kannst du ja ein bisschen schlafen!“ ist voll in die Hose gegangen, weil wir zwei Suchtis ein Quiz App mit weiss ich nicht wie viel Millionen Fragen dabei hatten, die alle beantwortet werden wollten. Also sind wir tatsächlich ohne ein Auge zu schliessen und mit nur den nötigsten Tankstopps, also immer wenn die Nadel auf Rot war und wir nicht sicher wussten, ob wir es in der Prärie zu nächsten Stadt schaffen, nach Vegas gefahren. Es hat unheimlich viel Spass gemacht und es war keine Sekunde langweilig!

In Vegas angekommen ging es noch schnell zum Telekomshop um sicher zu stellen, dass die Kommunikation sichergestellt war. Dann ab ins Hotel um festzustellen, dass am Morgen um 10.00 Uhr die halbe Welt auscheckt. Egal, als Inhaber der Gold Card ist man schnell ganz vorne, weil an dem Schalter kein Mensch wartet. Ich war echt froh, denn nach dem Trip hätte ich es wohl nicht lange in der Schlange ausgehalten. Und der Aufpreis von 30$ für das zu frühe Einchecken hat uns auch ein Lächeln gekostet. Ich glaube er hätte auch 200$ sagen können, denn die Aussicht auf ein Bett war einfach zu verlockend!

Am Abend, nachdem wir ausgeschlafen hatten, ist dann noch Anna angekommen und hat sich auch bei uns einquartiert! Danach nahm alles seinen üblichen Vegas lauf, mit dem Unterschied, dass ich nicht alleine unterwegs war. Die ersten 10 Tage war ja mein Bruder dabei, der übrigens an den Pokertischen abgeräumt hat, und das bei seinem ersten Mal! Well done bro!! Anschliessend kamen dann noch Andrea und Roger für eine Woche „vorbei“. Sie kreuzten sich mit Alan, dem Pro aus Michigan und als er nach zwei Wochen ging, kam auch schon Raphi aus der Schweiz eingeflogen. Zudem habe ich auch dieses Mal wieder neue tolle Menschen kennen gelernt und alte Bekannte getroffen! So gesehen vergingen die 6 Wochen wie im Flug. Es war mein dritter längerer Vegas Trip und auch der beste bisher! Hier noch ein paar Impressionen:

Am 20. Dezember habe ich mich dann wieder auf den Weg nach Kanada gemacht. Für einmal war es aber nicht der Amerikanische Zoll, der mich unter die Lupe nahm, sondern der Kanadische. Es waren wirklich lange knappe zwei Stunden die ich dort verbracht habe. Das ganze detailliert zu schildern wäre sicher amüsant, aber ich möchte ja kein Buch schreiben, darum versuche ich es mal in Telegraf Form mit den wichtigsten und amüsantesten Teilen der Konversation:

Zoll: Wie lange bleiben Sie in Kanada?
Trovi: Steht auf dem Formular, 112 Tage!
Z: Was tun sie hier?
T: Besuche meinen Bruder!
Z: Und was machen sie dort?
T: Nichts, ich hüte das Haus und den Hund!
Z: Was arbeiten Sie?
T: Nichts! (wollte nicht darüber diskutieren ob ich von Kanada aus Online Geld verdienen darf ohne Steuern zu zahlen)
Z: Sie sind etwas jung um schon pensioniert zu sein?
T: Stimmt, bin nur temporär pensioniert!
Z: Haben sie ein Rückflugticket?
T: Ja!
Z: Zeigen?
T: Kann ich nicht, habs nicht dabei und das Handy ist tod, dort hätte ich es auch drauf!
Z: Haben sie eine Krankenversicherung?
T: Ja!
Z: Wann läuft die ab?
T: ???? Wie ablaufen, nie!
Z: ???? Wie nie??
T: Erklärt geduldig und leicht genervt das Schweizer Krankenkassensystem mit all seinen Vor- und Nachteilen!
Z: Haben Sie genug Geld um zu überleben?
T: Zeigt einen Kontoauszug, weil mein Bruder mich auf die Situation vorbereitet hat!
Z: Ok, das sollte reichen! Haben Sie Bargeld dabei?
T: Ja!
Z: Wie viel?
T: So 5k! (Vegas sei dank!)
Z: Warum so viel?
T: Man kann nie wissen!
Z: Was ist im Koffer?
T: Schmutzige Kleidung von 6 Wochen Vegas!
Z: Was haben Sie so lange in Vegas gemacht?
T: Ohmmmm…..Shows geschaut und Sehenswürdigkeiten besucht!
Z: Machen Sie mal den Koffer auf!

Ich mach den Koffer aus und Sie räumt erst Mal schmutzige wäsche zur seite, um dann gleich auf meine Bücher zu stossen. Erstes Buch, „So werden Sie ein Mentalist!“ und das zweite hat den Titel „Mind Fuck!“

Z: Schaut mich komisch an….???
T: Kurze Erklärung zu den Büchern, keine Ahnung ob Sie mir glaubt!

T: Darf ich meinem Bruder, der zweiten Person am Flughafen morgens um 1.00 Uhr sagen dass ich hier bin, er wartet schon eine Stunde!
Z: Nein, wir machen das!   Sie kommt zurück und fragt mich nach der Telefonnummer meines Bruders.
T: Keine Ahnung mein Handy ist tod, aber wie viele Leute die überhaupt nicht so aussehen wie ich sind denn da draussen noch? (sehr genervt)
Z: Zottelt davon…..

Dann folgt ein Vortrag was ich alles tun und nicht tun darf in Kanada, dass ich jetzt vom System erfasst sei, dass das aber eine gute Sache ist, (ja genau, zum Glück kannte ich da Snowden noch nicht) und dass ich mich bei der Ausreise in Vancouver abzumelden habe auf dem Zollbüro!

T: Yes Sir, thank you! (und in Gedanken fuck you)

So, bin wieder in Kanada! Puhhhhh….bin ja gespannt wie viele Lämpchen leuchten, wenn ich das nächste Mal einreise! Ihr werdet es erfahren!

Zurück in Vernon erwartet mich eine schöne Überraschung, es hatte richtig viel Schnee und in den kommenden Wochen sollte es noch viel mehr werden!

Ein neues Projekt musste her, da der Pool ja gebaut war und ich aufgrund des Wetters die Sauna nicht in Angriff nehmen konnte. Also habe ich eine kleine Schneehütte gebaut! Bin viel mit dem Hund laufen gegangen und sogar zum ersten Mal in meinem Leben auf einem Snowboard gestanden. Zugegeben, mit dem besten Lehrer der Welt, der übrigens diesen Winter wieder in den Flumsi am unterrichten ist! Es gibt nicht viel dazu zu schreiben, ich lasse einfach mal die Bilder und Filme sprechen, über Schneehütte, Silvester, Snowboarden mit Wirlpool, Spaziergänge mit dem Hund und dem letzten Tag mit meinem Bruder bei Bier, Whisky und Poker:

 http://youtu.be/Jzqe9zctA7o

Die Heimreise ist wirklich nicht besonders gewesen. Kelowna – Vancouver – Vancouver – San Francisco – San Franciso – Zürich und mit dem Bus nach Hause, da niemand wusste das ich komme. Die Rückreise war ja nicht am 29. Januar sondern für den 8. April geplant, aber so ist das halt bei mir. Um die Fragen gleich vorweg zu nehmen, den nächsten Trip mache ich spontan!

Wünsche euch allen eine hoffentlich noch etwas schöneren Sommer!

Take care

Sandro